Strumpfhosen lassen nicht nur Männerherzen höher schlagen, auch bei Frauen erfreuen sie sich als mystisch-elegante Beinzierde großer Beliebtheit. Hollywoodsternchen wie die große Ikone und Femme Fatale der 50er Jahre Marilyn Monroe lehrten den Damenstrumpf in unserer Gesellschaft das Laufen und machten ihn salonfähig.

Gängige Materialien bei der Strumpfherstellung sind Polyamid und Elasthan. Die Kunert Fashion GmbH springt in die Zukunft und lässt den immer stärker grassierenden Trend des Upcyclings in ihre Produktion einfließen.

Schöne Beine für saubere Meere

Das Unternehmen sitzt im beschaulichen bayerischen Immenstadt und blickt auf eine lange Tradition zurück. Seit 1807 hat man sich dem Design sowie der Produktion von Mode verschrieben. Auf der diesjährigen Berlin Fashion Week präsentierte Kunert mit der Modelinie Blue eine nachhaltig produzierte Strumpfhose. Das Garn, aus dem das Kleidungsstück hergestellt wird, besteht aus Econyl und wird aus alten Fischernetzen und Teppichen gewonnen. Da die Fischernetze aus dem Meer geborgen werden, vermeidet man nicht nur neuen Müll, sondern entfernt alten.

Beliebtes Seemannsgarn

Für die Herstellung des Garns zeichnet die italienische Firma aquafil verantwortlich. Das Unternehmen beliefert mittlerweile über 90 Hersteller der Textil- und Modebranche. Zu aquafils Kundenkreis gehören auch adidas sowie der Bademodenhersteller arena. Weiterhin hat die Designermarke Gucci angekündigt, künftig auf das nachhaltige Garn zu setzen.

Die grüne Alternative ist begreiflicherweise ein wenig teurer. Kunert legt großen Wert darauf, die zusätzlich anfallenden Kosten nicht aus den Taschen ihrer Kunden zu kompensieren. Auch der Durchschnittsverdiener soll die Chance erhalten, nachhaltige Produkte zu erstehen. Mit Preisen zwischen 16 und 18 EUR je nach Ausführung der Strumpfhose liegt man auf dem üblichen Branchenniveau. Umsatzmäßig bewegt man sich bereits im siebenstelligen Bereich – funktioniert also und gefällt den Kunden. Auch in Zukunft möchte Kunert verstärkt auf nachhaltige Kleidung setzen. Eine Herrenlinie mit Socken aus recyceltem Material befindet sich in Planung.

Kunert beweist: Nachhaltige Mode muss nicht „öko“ aussehen oder teuer sein. Im Gegenteil.

 

Quellen:

Handelsblatt

Kunert

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