In Stuttgart atmet es sich schlecht. Mit einer Feinstaubbelastung, die das Doppelte des vorgeschriebenen EU-Grenzwerts erreicht, kaum verwunderlich. Bei vielen macht sich die dicke Luft in Form von Allergien und anderen gesundheitlichen Beeinträchtigungen bemerkbar.

Alles vergebens

Um dem Problem beizukommen, hat man bereits verschiedenste Maßnahmen ersonnen: Appelle an das Gewissen der Autofahrer, ihre Feinstaubschleudern doch mal zu Hause zu lassen, Tempolimits, Umweltzonen, Fahrverbote für LKWs, vergünstigte Bahntickets, und und und. Leider alles ohne Erfolg; eine drastische Situation erfordert eben drastische Mittel. Nun will man es auf ungewöhnliche Weise versuchen.

Grüne Wände für frische Luft

Eine 100 Meter lange moosbedeckte Wand soll den Feinstaub eliminieren. Soweit die Theorie. Streng genommen handelt es sich um ein Experiment. Im Grunde weiß man nämlich nicht mit Sicherheit, ob Moos überhaupt Feinstaubpartikel aus der Luft zu filtern vermag und falls ja, wie sich das am besten umsetzen lässt.

Experten und Wissenschaftler sind sich jedoch einig, ins Schwarze zu treffen. So soll das eingesetzte Zackenmützenmoos die Schadstoffe nicht nur absorbieren, sondern sie in Pflanzenmasse umwandeln, indem es sie als „Nahrung“ verwendet. Mit anderen Worten: Die Schadstoffe würden komplett verschwinden.

Ein interessanter Versuch, den es auf dem Schirm zu behalten gilt. Wir warten gespannt auf die Ergebnisse.

Wer sich näher über das Thema Feinstaub in Stuttgart informieren will, dem sei der folgende Film ans Herz gelegt:

Quellen:

Stuttgarter Zeitung

Heise

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