Fakt 1:

Im hohen Norden, direkt an der A1, liegt die Universität Vechta. Als einzige Hochschule Deutschlands bietet sie den Studiengang „Wirtschaft und Ethik (Social Business)“ an.

Fakt 2:

„Made in China“ hat sich durchgesetzt als Anti-Qualitätsgarant, als Auszeichnung für Dumpinglöhne und Ausbeutung, so wie „Made in Germany“ (einst in Großbritannien als protektionistische Maßnahme eingeführt) sich über die Jahre zum Gütesiegel aufschwang.

Wie passen diese beiden Punkte zusammen?

Gallant Change lautet der Name des Projekts einiger Studenten der Universität Vechta. Die haben sich zum Ziel gesetzt, ein schickes Poloshirt mit dem programmatischen Namen „Glückshemd“ in China zu produzieren. Und zwar nachhaltig. Das bedeutet: fair bezahlte Produktion, hohe Qualität und 100 % Upcycling, also wiederverwendete Stoffreste.

Doch nicht nur das: Das Mini-Unternehmen setzt auf Transparenz und legt alle Ausgaben auf der eigenen Homepage offen. Gewinne möchte man keine erzielen, vielmehr die Gesellschaft zum Umdenken bewegen. Mit der reißerischen Aussage „unsere Vision wird die Welt verändern“ stürzt man sich in den Kampf – gegen Windmühlen? Liest sich schon ein wenig hochtrabend. Vor allem wenn man das Mode-Start-Up neben verdiente Non-Profit-Organisationen wie Greenpeace, DGNB oder PETA stellt. Fragt sich, wie hier weitergewirtschaftet werden soll.

Nichts desto trotz halten wir das Unternehmen für ein bedeutsames Zeichen, das Aufmerksamkeit verdient.

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