Bäume wandeln Kohlendioxid in Sauerstoff um. Dadurch hemmen sie die Erderwärmung und versorgen uns mit frischer Luft. Allein der Regenwald im Amazonasgebiet speichert so viel Kohlendioxid wie die gesamte Menschheit in zehn Jahren verbraucht.

Durch Brandrodung wird das gebundene Kohlendioxid freigesetzt und gelangt in unsere Atmosphäre. Allein 2015 wurde der brasilianische Regenwald um eine Fläche von der doppelten Größe des Saarlands verkleinert.

Das hauptsächliche Problem liegt in der illegalen Abholzung. Zahlreiche Kleinbauern roden Teile des Waldes, um die gewonnene Fläche landwirtschaftlich zu nutzen. Viele wollen damit ihre Familien ernähren. Andere wollen das gewonnene Tropenholz für gutes Geld auf dem Weltmarkt veräußern.

Mehr Bäume für besseres Klima

Um dem Klimawandel entgegenzuwirken, müssen wir Bäume pflanzen, statt Wälder abzuholzen. Das hat auch Norwegens Ministerpräsidentin Erna Solberg erkannt. Mit einem 400 Millionen Dollar starken Fond möchte sie unter anderem brasilianische Kleinbauern unterstützen, damit diese nicht mehr auf Waldrodung angewiesen sind.

Der Großteil des Gelds soll Brasilien und anderen Ländern helfen, die im November verabschiedeten Klimaziele zu erreichen. Bis 2030 möchte Brasilien nicht nur die Rodung der Regenwälder vollständig eingestellt haben, sondern auch ein Gebiet von der Fläche Bayerns und Niedersachsens mit neuen Wäldern bepflanzen. Bereits 2008 halfen die Norweger mit rund einer Milliarde Dollar, die Abholzung des brasilianischen Regenwalds einzudämmen.

Nicht nur Länder, auch Konzerne helfen

Mit 300 Millionen Dollar soll der Löwenanteil des Fonds von Großkonzernen gestemmt werden, darunter Unilever, Nestlé, Mars, Carrefour und Marks & Spencer. In einem Zusammenschluss mit weiteren 361 Konzernen wollen die Unternehmen Produkte, die zur Abholzung von Regenwäldern beitragen, bis 2020 aus Ihrem Sortiment entfernen.

Für die Umsetzung des Vorhabens reichen darüber hinaus einige Umweltschutzorganisationen ihre helfende Hand.

Schön, dass die Brisanz der Lage erkannt wird und dementsprechend Schritte eingeleitet werden. Auch, dass Konzerne, deren Karmakonten dunkelrote Zahlen schreiben, sich hilfsbereit erklären, macht einem doch etwas Hoffnung.

Quellen:

https://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/gute-nachrichten-fuer-die-umwelt-norwegen-gibt-brasilien-400-millionen-dollar-um-den-regenwald-zu-schuetzen_H727513294_370578

http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2015-11/umweltschutz-brasilien-rodung

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